Ein Winterlicher Spaziergang

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An einem verschneiten Samstagmittag packte mich die Lust, mit meiner Kamera durch einen Wald zu spazieren, um verschneite Blätter, gefrorene Wassertropfen und andere Details zu fotografieren.

In dem Wald, den ich mir dafür aussuchte, liegt auch auch ein kleiner See, zu dem ich unterwegs war. Der Schnee knirschte bei jedem Schritt unter meinen Füßen, während ich kleine Motive am Wegesrand fand und in mir Erinnerungen an meine Kindheit aufstiegen. Dieser See war damals schon oft das Ziel von so manchem Familienausflug. Meine Tante und ich versuchten dort oft, im Sommer die Seerosen herauszuangeln. Bekommen haben wir sie aber nie. Heute – über 30 Jahre später – glaube ich fast, dass sie nur so getan hat, als würde sie es ernst meinen. 🤔

So in Gedanken versunken griff ich in die Kameratasche und stellte fest, dass ein Akku fehlte, was mich wieder ins Hier und Jetzt zurückholte. Ich suchte den Platz, an dem mir der Verlust auffiel, gründlich ab, fand ihn aber nicht.

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„Na toll!", dachte ich, während ich die frostige Luft tief einatmete. „Ein Akku weniger für die Kamera und der liegt auch noch in einem Wald.“

Vielleicht verlor ich ihn am Anfang meines Spaziergangs. Das würde ich dann auf dem Rückweg zum Auto überprüfen.

Als ich am See ankam, bemerkte ich einen kleinen Schneemann, den offenbar Kinder dort gebaut hatten. Natürlich schoss ich ein Foto von ihm, wandte mich dann allerdings schnell dem zugefrorenen See zu, auf dem Stöcke und kleine Schneehügel (vermutlich Schneebälle, die die Kinder darauf geworfen hatten) lagen. Gerade als ich auf der Suche nach einer passenden Perspektive war, wurde die Stille von Schritten im Schnee hinter mir durchbrochen. Ein Ehepaar hatte offenbar die gleiche Idee wie ich. Nur ohne Kamera. Der Mann sah mich grinsend an. 

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„Schöner Schneemann.“

Ich darauf: „Jaaa, ganz allein gebaut.“

Wir lachten, gingen weiter unsere Wege und ich frage mich bis heute, ob er mir wohl glaubte. 🤔

Inzwischen schneite es wieder stärker und mir fiel auf, dass die Canon EOS M50 durch den geschmolzenen Schnee auf ihrem Gehäuse recht nass geworden ist. Ich mute ihr in letzter Zeit doch etwas viel Wasser zu. Jedenfalls mehr als mir lieb ist. Erst zwei oder drei Wochen vorher nahm ich sie im Regen mit, als ich Weihnachtsdekoration fotografiert habe. Soll noch mal einer sagen, die kleine Hobbykamera sei nicht robust genug.

Noch mehr Wasser wollte ich ihr aber trotzdem nicht zumuten, verstaute sie wieder in der kleinen grünen Tasche und ging in Richtung Parkplatz.

Selbstverständlich suchte ich auf dem Rückweg noch mal überall nach dem fehlenden Akku. Aber gefunden habe ich ihn wieder nicht.

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Dafür begegnete mir aber eine Rennradfahrerin mitten im Wald. Ich grüßte, während ich ihr Platz machte. Sie fuhr mit einem Lächeln und einem freundlichen „Hi“ an mir vorbei. Schien nett zu sein. Schade, dass ich nicht geistesgegenwärtig genug war, sie nach einem schnellen, spontanen Fotoshooting zu fragen. Wahrscheinlich war es besser so. Immerhin war sie gerade mitten beim Training oder ging einfach nur ihrem Hobby nach. Niemand wird dabei gern gestört. Außer wenn kleine Gespräche zum Hobby gehören.


Bevor ich nach Hause fuhr, besuchte ich aber noch meine Eltern. Die Kamera nahm ich mit zu ihnen hinein, um mir die Fotos, die ich gemacht hatte, noch einmal ganz in Ruhe anzusehen. Auch meine Mutter war neugierig und während sie sich die Fotos ansah, nutzte ich den Moment, um zwei neue Akkus zu bestellen.

In der Kameratasche ist eine Art Platte eingelegt, damit sie einen geraden Boden hat und nicht umfällt. Als ich die Kamera wieder hineinlegen wollte, fiel mir eine Unebenheit auf. Da war etwas unter dieser Platte. Ich griff also darunter und … der verloren geglaubte Akku.

„Hmm, okay.“, dachte ich. „Ich wollte sowieso neue kaufen."

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